FFPride2
Offizielle FFPride2 Regenbogen FFP2 masken
17/10/2021
50 Jahre legal liebe – 50 Jahre kleine Strafrechtsreform
Die Entkriminalisierung der Homosexualität durch die Kleine Strafrechtsreform der Regierung Kreisky jährt sich heuer zum 50. Mal. Bis dahin war gleichgeschlechtlicher Verkehr grundsätzlich verbot, aber auch danach gab es noch viele Hürden, die nach und nach weggeklagt werden mussten.
Die SoHo Österreich lud zu diesem Anlass am 15. Oktober zum Festakt „50 Jahre legal lieben“ ins Bruno-Kreisky-Forum, die ehemalige Villa Kreiskys in Wien, die nach seinem Tot mit Vortragssaal und Seminarräumen ausgestattet wurde und sich als Forum für internationalen Dialog und „ein europäischer Ort des Denkens“ versteht. Wir waren dabei und von den zahlreichen Teilnehmer*innen, hatten einige auch unsere FFPride2 Masken dabei, was uns sehr gefreut hat.
Zeitzeugen haben berichtet, wie es sich als schwuler Mann vor der Reform gelebt hat, wie die Wissenschaft genutzt wurde um konservative dazu zu bringen überhaupt über das Thema zu reden und was wir von diesem Kampf lernen können. Auch Einblicke in alte Polizeiakten gab es, die zum Teil erschreckende Einblicke lieferten, wie die homosexuellenfeindlichen Gesetzt ganze Existenzen zerstörten.
Spannend war auch zu erfahren, dass die Gesetzte, die bis 1971 in Kraft waren, aus der Monarchie stammten. In der NS Zeit wurden diese sehr gezielt eingesetzt um Leute zu finden, das Strafmaß änderte sich an und für sich nicht, die Strafen die verhängt wurden, waren aber sehr wohl höher. Zahlenmäßig gab es in der Nachkriegszeit mehr Verurteilungen als in der NS Zeit, was überraschend klingt, aber daran lag, dass die Männer* aus dem Krieg heimgekehrt waren.
Weibliche und lesbische Sexualität war damals wie heute ein Thema, dass aus dem öffentlichen Fokus gedrängt wurde. Aktivist*innen berichteten neben diesen auch über weitere Kämpfe, die wir heute noch führen, die sich vorallem auf Frauenrechte, sowie die Rechte von trans, inter* und nicht-binären Menschen konzentrieren.
Auch wir verstehen uns als Mitstreiter*innen im Kampf für Sichtbarkeit und Anerkennung. 10 Cent pro verkaufter Maske and LGBTIAQ+ Initiativen zu spenden, wohin genau werden wir bald veröffentlichen!
25/07/2021
SAVE OUR COMMUNITY – SAVE YOUR PRIDE
unter diesem Motto fand die Pride in diesem Jahr in Berlin in leicht veränderter Form mit Corona-Hygiene Konzept statt. Über 80.000 Teilnehmer*innen waren dabei und haben für die rechtliche Gleichstellung von q***ren Menschen demonstriert.
Neben Solidarität mit Ungarn, wo Orban demnächst über Minderheitenrechte von einer Mehrheit, die er seit Jahren gegen diese Minderheit aufhetzt abstimmen lassen will und Polen, dass LGBTQ+ freie Zonen erfunden hat, gab es auch Solidarität für Weißrussland, wo Diktator Lukaschenko seine macht weiter ausbaut indem er die Liquidierung von NGOs weiter voran treibt. Organisationen vor Ort berichten von einer „totalen Säuberung“.
Trotz politischem Hintergrund ist der CSD auch eine große Party – kaum ein Ort ist sicherer für LGBTQ+ Menschen. Sich unbehelligt und ohne Angst vor Anfeindung, Diskriminierung & Ausgrenzung zeigen zu können ist aber abseits des CSDs noch eher ein frommer Wunsch, der mit zunehmender Entfernung vom Berliner Stadtzentrum in weitere Ferne rückt. Der Partywunsch musste Corona bedingt dennoch etwas hinten angestellt werden. Die Abschlusskundgebung viel aus, und auch die Party Meile am Ende der Parade wurde von der Polizei aufgelöst. Niedrige Abstände waren beunruhigend, hohe Polizeipräsenz aber auch.
Einige Parteien waren mit Forderungen und Bannern vertreten. Die Veranstalter von haben neben vielen anderen für die verfassungsrechtliche Verankerung q***rer Rechte geworben und zu diesem Zweck auch eine Petition gestartet.
Wir haben zur Sichtbarkeit & Sicherheit beigetragen und unsere FFPride2 Masken gegen freie Spenden verteilt. Vielen Dank an .4 für das tolle Foto!
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