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• Mag. Sigrid Sperrer

01/12/2024

Step des Monats Dezember / Kraft und Energie durch Pausen

Wenn das Jahr zu Ende geht, nimmt der Stress Fahrt auf. Viele Dinge möchten noch erledigt oder vorbereitet werden. Die Anforderungen an sich selbst sind hoch. Nicht selten ist man am Ende des Monats erschöpft. Um dem gegenzusteuern und die Energie zu halten, hilft es, rechtzeitig Pausen zu machen. Dafür braucht es nicht zwingend den Urlaub. Viel wichtiger ist es, sich regelmäßig kurze Unterbrechungen zu gönnen, um tagsüber der Ermüdung entgegenzuwirken.

Pausen unterbrechen die Arbeit und dienen der Erholung. Ihr Ziel ist es, die Konzentrationsfähigkeit und Leistungsfähigkeit aufrecht zu halten. Langfristig dienen sie auch dazu, die Motivation zu bewahren. Sinnvoll erweisen sich kurze Pausen alle ein bis zwei Stunden, am besten, wenn wir eine Arbeit oder einen Arbeitsschritt erledigt haben. Eine To-do-Liste kann helfen, den Überblick zu behalten. Vor allem in der zweiten Tageshälfte braucht es mehr Erholungsphasen. Studien zeigen, dass mehrere, kurze Pausen mit einer Dauer von 5 bis 10 Minuten die Leistungsfähigkeit hochhalten. Trotz verkürzter Arbeitszeit schafft man mehr und macht weniger Fehler. Der Erholungseffekt ist in den ersten Minuten am stärksten. Eine Pause, die länger als 30 Minuten dauert, bringt keinen weiteren Erholungseffekt. Um den Organismus zu entlasten, bietet es sich an, in der Pause etwas anderes zu tun als während der Arbeit. Am Handy zu surfen, bringt Ablenkung, aber nicht zwingend Erholung. Wer vor dem Bildschirm sitzt, sollte aufstehen, eventuell aus dem Fenster sehen, den Blick in die Weite schweifen lassen. Wer körperliche Anstrengung erfährt, sollte rasten. Für den Stressabbau hilft der Anblick der Natur. Ein Bild mit Bäumen, fließendes Wasser oder auch nur Grünpflanzen steigern unser Wohlbefinden messbar. Pausen bieten die Gelegenheit eigene Befindlichkeiten wahrzunehmen und gut für sich selbst zu sorgen.

Wie gestalten Sie Ihre Erholungszeiten? Was tut Ihnen gut? Planen Sie die Pausen regelmäßig in Ihren Arbeitsalltag ein. Gestalten Sie Ihre individuellen Erinnerungshilfen wie Karten mit Ihrem persönlichen Pausenprogramm, z. B. Blick aus dem Fenster, dehnen, Kniebeugen, Wasser trinken, …

Mehr Informationen und Angebote für Individualtrainings/-beratungen/Coachings finden Sie auf unserer Homepage www.steps4you.at.
Foto & Quelle: © Mag. Renate Rechner

01/06/2024

Step des Monats Juni / Von der Kunst, die richtigen Fragen zu stellen

Warum stellen wir Fragen? Welche Art von Fragen gibt es?

Ab dem zweiten Lebensjahr besteht das Fragealter. Kinder fragen nach Namen der Dinge und später nach dem Warum. Da kann den Eltern schon mal die Luft ausgehen. Aber die Kinder lernen dadurch, häufig auch die Eltern. Die Antworten helfen, sich die Welt zu erklären.

Mit Sicherheit hat die eine oder andere Frage Sie einen entscheidenden Schritt weitergebracht. Im Informationszeitalter sind richtig formulierte Fragestellungen essentiell um Antworten zu erhalten. Beantwortete Fragen bewirken einen Informationsfluss. Wenn Wissen von A nach B transportiert wird, heißt dies Kommunikation. Das Instrument, mit dem Sie Wissen aus A herauskitzeln, heißt Frage. Eine Frage ist das beste Mittel an die Informationen zu gelangen, die man gerne hätte, um darauf persönliches Wissen zu transformieren. Deshalb ist es besonders wichtig, die Fragen so zu stellen, um die gewünschte Antwort zu erhalten.

Wir stellen Fragen aus vielerlei Gründen: Um Informationen zu erhalten, um die Meinung der anderen zu hören, um sich zu versichern, dass die anderen einem zustimmen, um sich zu vergewissern, um eine Beziehung und Vertrauen zum Angesprochenen aufzubauen oder um schlicht eine Unterhaltung anzuregen.

Zwei Beispiele für gute Fragen:
• „Dieser Zusammenhang interessiert mich schon lange, können Sie mir den genauer erklären?“
• „Mir erscheint die Sache sehr komplex. Können Sie mir das bitte so erklären, dass ich es als Laie auch verstehe?“

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Foto: unsplash / Quelle: Mag. Renate Rechner sowie tw. Handbuch Soft Skills

01/05/2024

Step des Monats Mai / Bekleidete Wahrnehmung

Die ersten Sommertage im April ließen uns unsere Sommerklamotten aus dem Kasten hervorholen. Und schon war es da – das Sommerfeeling mit Urlaubsgedanken. Wie sehr Kleidung unser Erleben und Verhalten beeinflusst, haben Adam und Galinksy 2012 in ihrer Studie „Enclothed Cognition“ (bekleidete Wahrnehmung) herausgefunden.

Die Versuchspersonen hatten einen Aufmerksamkeitstest zur Aufgabe. Jene, die einen weißen Arztmantel zum Tragen bekommen hatten, schnitten besser ab als jene in der Straßenkleidung. Verantwortlich für dieses Ergebnis ist der sogenannte Priming-Effekt. Ein bestimmter Reiz (Tragen des Arztkittels) löste einen weiteren Reiz aus – in diesem Fall erhöhte Konzentration. Wurde der Arztkittel den Probanden jedoch als Malerkittel beschrieben, sank die Leistung wieder. Die symbolische Bedeutung des Kittels machte den Unterschied. Eine Medizinerin wird mit Intelligenz, Konzentration, Aufmerksamkeit in Verbindung gebracht im Gegensatz zur Malerin, welche mit Kreativität, künstlerischer Freiheit etc. assoziiert wird. In anderen Forschungsarbeiten hat man herausgefunden, dass Personen in der Kleidung von Krankenpflegern hilfsbereiter und empathischer sind. Verhandlungen wurden im Businessanzug durchsetzungsstärker geführt als im Jogginganzug. In Uniformen legen wir ein Stück unsere Individualität ab und sind kampfbereiter.

Der Spruch „Kleider machen Leute“ gilt demnach nicht nur für das, was andere über uns denken, sondern auch wie wir uns selbst wahrnehmen. Die Kleidung, die wir tragen und insbesondere deren Bedeutung, die wir ihr geben, beeinflusst unser Denken, Fühlen und Verhalten. Wie kleiden Sie sich für welchen Anlass? Wie fühlen Sie sich in welchem Outfit?

Mehr Informationen und Angebote für Individualtrainings/-beratungen/Coachings finden Sie auf unserer Homepage www.steps4you.at.
Quelle: © Maga. Renate Rechner / Foto: unsplash

01/04/2024

Step des Monats April / Nein, nein und nochmals nein

Nicht nur in der Arbeit, auch im Privatleben kennen viele Menschen das Wort »nein« nicht. Sie stehen immer zur Verfügung – egal, ob ein Freund Ku**er hat, jemand beim Umzug Hilfe braucht oder wenn bei einer Feier ein Kuchen fehlt. Manchmal hilft dabei eine kleine Nachhilfestunde im richtigen Nein-Sagen.

Es kann sein, dass manchmal ein klares, eindeutiges, kurzes, knappes NEIN zu hart ist.
Das knappe, kurze NEIN hat zwar den Vorteil, dass es ganz eindeutig ist, aber den Nachteil, dass es manchen Menschen brutal vorkommt. Für diesen Fall gibt es Variationen, die weicher sind und es damit manchen Menschen leichter machen, nein zu sagen.
Denn: ein weiches NEIN ist besser als gar kein Nein! Aber Vorsicht, dass das NEIN nicht zu weich wird, sonst wird es nicht mehr als ein solches erkannt!

Verschiedene Arten, nein zu sagen:
• Das »Nein, geradeheraus« ohne Umweg, kurz eindeutig und unmissverständlich: »Nein!«
• Das »Nein mit Begründung« stimmt das schlechte Gewissen milde: »Nein, weil …«
• Eine »Alternative anbieten,« das lindert die Wucht des Neins: »Nein, aber dafür mache ich …«
• Die »Ankündigung des Nein,« so wappnen Sie sich für die Zukunft: »Dieses Mal noch, aber beim nächsten Mal nicht mehr.«
• »Das Nein aufschieben,« um etwas Zeit zu gewinnen: »Kann ich mir das noch überlegen?«
• Die »Konsequenzen« erfragen, um den Ball an das Gegenüber abzugeben: »Was würden Sie jetzt tun, wenn ich nein sage?«
• »Ja, aber …« statt »Nein«. Sie sagen damit zu etwas anderem nein, entlasten sich also gleichzeitig an anderer Stelle: »Mache ich gerne, aber dann schaffe ich … nicht.«

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Foto: unsplash / Quelle: Smolka, Vorhang auf fürs Glück

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