BAND e.V.
BAND e.V. ist die Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands.
03/06/2026
Rettungsdienst in Gefahr: Fachverbände warnen vor Finanzierungslücke
Die notfallmedizinischen Fachgesellschaften und Berufsverbände unterstützen die geplante Reform der Notfallversorgung ausdrücklich. Verbesserte Patientensteuerung, stärkere Vernetzung von Rettungsdienst, Leitstellen und ambulanter Versorgung sowie die Reduktion unnötiger Kliniktransporte sind wichtige und überfällige Schritte.
Kritisch ist jedoch die fehlende Finanzierungsgrundlage: Die vorgesehenen Regelungen im GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz gefährden die Umsetzung der Reform. Bereits ab 2027 droht eine Finanzierungslücke von bis zu 1 Mrd. €, die vor allem Kommunen belasten würde.
Die Reform bringt erhebliche Anforderungen mit sich – u. a. in Ausbildung, Personal, Qualitätssicherung, Digitalisierung und Leitstellenstruktur. Gleichzeitig deckeln die aktuellen Regelungen die Refinanzierung – ein struktureller Widerspruch.
Kernforderungen der Verbände:
- Nachhaltige, kostendeckende Finanzierung
- Investitionssicherheit für Träger und Leistungserbringer
- Stärkung leistungsfähiger Leitstellen (112/116117)
- Sicherung von Fachkräften und attraktiven Arbeitsbedingungen
- Ermöglichung medizinischer Innovationen
- Orientierung an Wissenschaft und Technik
Ohne verlässliche Finanzierung drohen Versorgungsengpässe, Personalabwanderung und regionale Ungleichheiten in der Notfallversorgung.
👉 Appell an die Politik: Die Reform kann nur gelingen, wenn Finanzierung und Umsetzung konsequent zusammen gedacht werden.
Die gemeinsame Stellungnahme von BAND, BV-ÄLRD, BV BRW, DBRD, DGINA und FVLST finden Sie hier: https://buff.ly/7jhKxXp
19/04/2026
5 Minuten für den Notarztdienst- Die AGBN will in einer Umfrage wissen, was die Hauptgründe sind, nicht am Notarztdienst teilzunehmen. Daher bittet sie um Teilnahme an einer Umfrage. Wenn Sie Notärztin oder Notarzt sind und fünf Minuten Zeit haben, wäre es toll, wenn Sie Ihre Meinung beitrügen. Danke!
https://buff.ly/zFr4q1K
20/03/2026
Niedrigprioritäre Einsätze sind Hilfeersuchen, derer man sich annehmen muss. Da der Rettungsdienst über die 112 immer erreichbar und verfügbar ist, ist er oftmals die Anlaufstelle, an die diese adressiert werden. Die Folge ist ein stetig steigendes Einsatzaufkommen, das vielerorts mit entsprechender Steigerung der Rettungsmittelvorhaltung beantwortet wird. Fachkräfte- und Ressourcenmangel regen dazu an, anstelle einer Fortsetzung dieses Reflexes über alternative Lösungsmöglichkeiten nachzudenken. Zudem gibt es bereits heute vielerorts Leuchtturmprojekte wie etwa den Gemeindenotfallsanitäter oder den Hansesani. Damit jedoch die oftmals anspruchsvolle Frage, ob Patientinnen und Patienten in solchen Fällen bspw. zu Hause verbleiben können, unter Wahrung der Patienten- und Mitarbeitersicherheit beantwortet werden kann, brauchen wir weiteres Qualifizierung. Das betrifft zum einen die Ausbildung aller Notfallsanitäter, in die entsprechende Inhalte aufgenommen werden müssen. Zum anderen bietet sich aber auch die Chance auf eine entsprechende Spezialisierung. In einem gemeinsamen Positionspapier haben wir uns als BAND zu diesem Thema dem BVBRW, dem DBRD, der DGINA, dem Fachverband Leitstellen und dem inob angeschlossen.
https://band-online.de/wp-content/uploads/2026/03/NF-Reform_Gem_Positionspapier_2026_final.pdf
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