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Magazin für serielles Erzählen

Wie idyllisch ist Disneys „Paradise“ wirklich? – Review 27/01/2025

Überraschend fesselnde und philosophische Serie, der man allerdings etwas Zeit geben sollte.

Wie idyllisch ist Disneys „Paradise“ wirklich? – Review Thriller des „This Is Us“-Erfinders entpuppt sich als komplexes und packendes Gedankenspiel – TV-Kritik von Marcus Kirzynowski

Warten auf Bojangles | Kritik 04/07/2024

Unbedingt empfehlenswert: ungewöhnlicher Film, zzt. in der ARD Mediathek. Beginnt wie eine charmante, aber auch sehr skurrile Komödie und endet dann ganz anders. Hat mich stark an "Betty Blue" erinnert. Die Franzosen haben's einfach drauf.

Warten auf Bojangles | Kritik Frankreich, Belgien 2021. Regie: Régis Roinsard. Mit: Romain Duris, Virginie Efira.

04/02/2024

The Many Saints of Newark

Der Sopranos-Prequelfilm ist genauso unfokussiert und letztlich pointless wie die Originalserie, man könnte also sagen, David Chase ist sich treu geblieben. Der Unterschied ist aber: Das Besondere an den Sopranos war ja nicht, was erzählt wurde, sondern wie. Diese Lakonie, mit der der Alltag der Figuren dann ab und zu völlig unerwartet von heftigsten Gewaltausbrüchen unterbrochen wurde, eben nicht dramatisch oder zugespitzt inszeniert, sondern ganz beiläufig, war 1999 wirklich ganz neu. Und wurde ja dann auch zum Muster für nachfolgende (und inhaltlich interessantere) HBO-Serien wie Six Feet Under und The Wire. In dem Film fehlt das nun völlig, er ist im klassischen Hollywood-Stil inszeniert und könnte auch von Scorsese stammen, eben ein weiterer Mafiafilm, der ziemlich aus der Zeit gefallen wirkt.

Wir sehen nun also, was wir nach der Serie eh schon wussten, wie etwa Tonys Onkel "Junior" seinen Bruder ermorden lässt. Dazu Insider-Witzchen wie der, dass Christopher schon als Baby Angst vor seinem Cousin Tony hat (der ihn bekanntlich mehr als 30 Jahre später umbringen wird.) Ansonsten viel Küchenpsychologie. Dass es für einen Jugendlichen eher toxisch ist, in einer Mafiafamilie aufzuwachsen, war mir jedenfalls schon vorher klar. Die Gewalt wird vom Großvater auf Vater und Onkel und dann eben später auf Tony vererbt. Alles nicht neu und weder tiefgründig noch erhellend. Wenn dann noch ein jüngerer Schauspieler Steven Van Zandt imitieren muss, mit gleicher Frisur und gleicher übertriebener Mimik, wird es peinlich. Der Film hat dann auch bei seinem Kinostart vor ein paar Jahren schon kaum jemanden interessiert.

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