FairWork - Open Innovation for Fair Products

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Open Innovation for Fair Products Würdest du mit gutem Gewissen deinem Schuhmacher 40 Cent für einen € 100 Sportschuh in die Hand drücken? Wahrscheinlich nicht.

28/04/2026

Sonne spaltet Wasser. Direkt. Ohne Strom.

✒️ Seit letzter Woche macht ein KIT-Spin-off von sich reden: photreon hat Paneele entwickelt, die Sonnenlicht nutzen, um Wasser direkt in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten — ganz ohne Elektrolyse, ohne externen Stromanschluss, ohne Umweg über das Stromnetz.

Das Prinzip: künstliche Photosynthese. Ein Photokatalysator übernimmt die Arbeit, die Pflanzen seit Millionen Jahren erledigen.

✒️ Ich beschäftige mich seit rund 35 Jahren mit zukunftsweisenden Projekten im Bereich Nachhaltigkeit. Damals, als Projektleiter des Alternativen Branchenbuches der Schweiz, haben wir Solartechnologie, Bio-Landbau und Carsharing dokumentiert — in einer Zeit, in der das alles noch als Spinnerei galt.

Was ich seither gelernt habe: Manche dieser Projekte sind versandet. Andere haben sich viel kraftvoller durchgesetzt, als wir es je zu hoffen wagten.

✔️ Carsharing ist heute eine Genossenschaft mit über 100'000 Mitgliedern.
✔️ Bioprodukte stehen im Supermarkt neben dem Konventionellen.

Und selbst die "gescheiterten" Projekte haben etwas hinterlassen. Sie haben das Denken verändert, Türen einen Spalt weiter geöffnet, Menschen sensibilisiert. Kein Anlauf ist umsonst.

👉 Was mich an photreon interessiert, ist nicht der Wirkungsgrad. Der ist — ehrlich gesagt — noch bescheiden. Konventionelle Elektrolyseure liegen bei 60–70 %. Photokatalytische Systeme sind davon noch weit entfernt.

💲 Ausschlaggebend sind am Ende jedoch die Kosten pro kWh und nicht der Wirkungsgrad.

🧭 Der eigentliche Wettbewerbsvorteil liegt in der Systemvereinfachung:
Kein Stromnetz nötig. Keine Infrastruktur vor Ort. Materialkosten der Grundstruktur: rund 9,40 US-Dollar pro Quadratmeter.

Das klingt unscheinbar — ist jedoch low-tech im besten Sinn. Wer je versucht hat, Energie in abgelegene Regionen zu bringen, weiß: Oft ist die fehlende Infrastruktur das eigentliche Problem. Nicht der Energieträger.

❓ Zu welcher Kategorie gehören die photreon-Paneele? Zu den Projekten, die sich durchsetzen? Oder zu denen, die den Weg bereiten, ohne selbst anzukommen?

Das kann heute noch niemand sagen. Die nächsten 1–2 Jahre werden zeigen, ob der passende Hochleistungs-Katalysator gefunden wird. Ob die Skalierung gelingt.

👍 Aber ich habe über Jahrzehnte gelernt: Auch die Frage zählt. Auch der Versuch verändert etwas. Und manchmal braucht es dreißig Jahre, bis aus einer "Spinnerei" Mainstream wird.

Ein Studentenprojekt zeigt: Elektroautos können reparaturfreundlich sein | 1E9.community 08/12/2025

Was Fairphone für Handys vorgemacht hat, geht offenbar auch für eAutos. Dass solche Überlegungen nicht von den grössen Playern kommen, sondern von einem Studentenprojekt ist nicht besonders erstaunlich.

Wenn wir das weiter denken, kommen wir zu einem ziemlich coolen Bild:

🚀 Einzelne Module, wie z.B. Batteriepakete kommen schon heute aus "Dark Factories", also vollautomatisierten Fabriken, in denen fast keine Menschen mehr arbeiten.

🚀 Wenn das auf alle Komponenten eines Designs zutrifft, könnten diese Fabriken zu Zulieferern einer "Industrie" werden, die extrem dezentral Autos fertigt, die Jahrzehntelang in Betrieb sind und leicht gewartet werden können.

Ein großartiges Bild mit einem kleinen Schönheitsfehler: So ein System lässt sich zwar in einer Marktwirtschaft realisieren, jedoch NICHT in meinem Kapitalismus, der sich mehr und mehr von Oligopolen dominiert wird.

Ein Studentenprojekt zeigt: Elektroautos können reparaturfreundlich sein | 1E9.community Ein studentisches Team der Technischen Universität Eindhoven hat über ein Jahr hinweg ein eigenes Elektroauto konstruiert.

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