Katholisch-Reformierte-Kirche
Wir verstehen uns als eine vollgültige Verwirklichung und 100%ige Nachfolgerin der EINEN, HEILIGEN, KATHOLISCHEN und APOSTOLISCHEN Kirche. an.
14/06/2026
„Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter!“ (Matthäus 9, 37b) Die Aussage Jesu war nicht nur auf seine Zeit begrenzt, sondern geht seitdem durch jede Zeit der Kirche. Immer noch ist die Ernte groß, viele Menschen warten auf das Heil, auf ihre Erlösung, auf ihre Befreiung von den Fesseln der Angst, auf Gerechtigkeit, Liebe und inneren wie äußeren Frieden. Die Welt braucht Menschen, die sich rufen und senden lassen, die bereit sind, alles hinter sich zu lassen und aufzubrechen, den Weg in der Nachfolge zu gehen, Gesandte im Namen Jesu zu werden. Mit der Taufe sind wir in die große Gemeinschaft der Glaubenden aufgenommen und haben einen Auftrag erhalten, nämlich die Welt zu verändern, Gottes Wort bis an die Grenzen der Erde zu tragen, die frohe Botschaft der Welt zu verkünden und alle Menschen zu Jüngern zu machen. Wir sind als Getaufte also auch Gerufene und Gesendete. Zwar ist die Welt eine Spur zu groß, aber in unserem Umfeld, in unserem Leben, dort wo wir gerade sind, uns bewegen, leben, ist alles möglich. Jeder von uns hat Anteil an der Sendung Jesu und hat auch gleichzeitig seine eigene Berufung. Die Berufung mag von einigen als persönliches Privileg verstanden werden, aber sie ist Verpflichtung zum Dienst als Arbeiter in der Ernte und Auftrag zur Nächstenliebe. Erntezeit ist überall da, wo das Wort Gottes verkündet und glaubwürdig gelebt wird. Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.“ Die Verkündigung wiederum ist Gottes Angebot, zu seiner Liebe umzukehren. Ob dieses Angebot angenommen oder abgewiesen wird, daran scheiden sich die Wege.
„Denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele!“ (Matthäus 11, 29b) In Jesus verschenkt sich Gott selbst und gibt seine Liebe im Übermaß an alle, die sich von ihm beschenken lassen wollen und können. Er stellt dafür keine Bedingungen und an ihm zu glauben, bedeutet nicht Anstrengung oder gar Leistung zu erbringen, sondern einfach auf seine Liebe zu antworten und selbst auch zu lieben, wie man von ihm geliebt ist. Es ist ganz einfach, aber wir Menschen tun uns mit den einfachen Dingen oft am schwersten. In unseren Gedanken schwebt noch immer die Vorstellung: „was nichts kostet, kann auch nichts Wert sein!“ – eine fatale Fehlinterpretation die Menschen daran hindert, sich beschenken zu lassen. Wer etwas geschenkt bekommt, meint es durch ein Gegengeschenk ausgleichen zu müssen; wer etwas verschenkt, erwartet sich eine Gegenleistung dafür. Man möchte einander nicht schuldig bleiben und schuldet doch einander die Liebe, die von Gott stammt und sich bedingungslos gibt. Offensichtlich haben wir auch nach 2000 Jahren Christentum Gott noch nicht wirklich erkannt. Er will Güte, Barmherzigkeit und Liebe, keine Opfer, keinen Zehent, keine Steuern, oder unerfüllbare Bedingungen. Gott ist die Liebe und er will, dass wir einander lieben, die Liebe leben, einander annehmen und so lieben, wie wir selbst von ihm geliebt sind. Den „Weisen und Klugen“, die mit sich, ihrer Auffassung von Gerechtigkeit und ihrer Form der religiösen Ausübung des Glaubens zufrieden sind, können das nicht verstehen und sie werden Gott auch nicht erkennen, selbst wenn er vor ihnen steht. Jesus kennt die Absicht Gottes; er wendet sich den Armen zu, den hungrigen und müden Menschen gilt seine Einladung und seine Verheißung, denn sie können sich beschenken lassen, sind offen für die Liebe Gottes, und können annehmen im Wissen, nichts dafür als Gegenleistung erbringen zu können. Wen wir Gott erkannt haben, uns von Jesus ansprechen haben lassen, und uns dem Heiligen Geist wahrhaftig geöffnet haben, dann können wir gar nicht anders, als zu lieben, wie wir geliebt sind!
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