SPHAIR
SPHAIR findet junge Schweizer Nachwuchspiloten und Fallschirmaufklärer. SPHAIR trouve de jeunes pi
19/12/2021
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Fönsi, the display pilot of the Swiss Hornet Display Team, takes us to his first airshow abroad! But how does life as a fighter jet pilot look like? We had the chance to follow Fönsi and take a look behind the scenes. Enjoy "Call Sign Falcon 17"!
👏 Swiss Hornet Display Team
Call Sign Falcon 17 | Life of a Fighter Jet Pilot | Swiss Air Force Fönsi, the display pilot of the Swiss Hornet Display Team, takes us with him to his first airshow abroad! But how does life as a fighter jet pilot look like?...
25/08/2021
SPHAIR Parakurs F-204
Sieben junge Männer verteilt in der ganzen Schweiz freuen sich auf einen zweiten Sphair-Kurs in Beromünster. Allesamt verfolgen einen gemeinsamen Traum, nämlich die Rekrutenschule als Fallschirmaufklärer zu absolvieren. Diese gewaltige Hürde meistert man aber nicht mit einem Sprung, sondern sie ist in Etappen aufgeteilt. Unser nächstes Ziel ist die Erlangung der zivil anerkannten Fallschirmspringerlizenz im Kurs zwei. Die Motivationsgründe können unterschiedlicher nicht sein, sie reichen von Selbstverwirklichung bis zum Dienst am Vaterland. Jeder hatte sich auf diese zwei Wochen auf seine eigene Art und Weise vorbereitet, denn man weiss, ein Kinderspiel ist es nicht.
Am Montagmorgen ist es so weit. Um zehn Uhr müssen wir beim Flugplatz Beromünster antreten. Da wir schon ungefähr wissen was uns erwarten wird, hält sich die Nervosität in Grenzen. Dennoch ist bei jedem eine gewisse Spannung spürbar. Wir sind erstaunt, dass wir den Kurs nur zu siebt antreten, es bedrückt uns auch ein wenig, da man bekanntlicherweise schwere Situationen in der Gruppe besser meistern kann. Doch davon lassen wir uns nicht klein krie-gen. Für die meisten ist der Flugplatz Beromünster kein Neuland, alle bis auf jemand waren hier schon im Kurs eins. Weil die Routine schon vorhanden ist, brauchen wir auch nicht lange, um mit dem Programm anzufangen.
Am ersten Tag geht es noch nicht in die Luft. Zuerst müssen wir die Verhaltensweisen bei Fehlfunktionen 100 Prozent fehlerfrei abrufen können, bevor wir abheben dürfen. Das Ganze verläuft reibungslos und bei jedem ist die Sicherheit am Schirm gewiss. Nach ein paar Theorielektionen und den Briefings ist es endlich so weit. Am zweiten Tag kommt der Moment, auf den wir alle gewartet haben, bereits am Morgen heben wir zum ersten Mal ab. Glücklicherweise ist das Wetter in der ersten Woche hervorragend, sodass wir am Tag vier bis fünf Mal springen können. Das hat erhebliche Auswirkungen auf unsere Leistung, bei allen sind markante Fort-schritte spürbar. Der Tagesablauf der ersten Woche sieht im ungefähren jeden Tag gleich aus.
Wir stehen auf, machen Morgensport, springen bis zum Mittagessen, springen bis zum Abendessen, je nach dem noch ein Sprung danach, oder sonst lediglich unsere gesammelten striche der Versäumnisse abverdienen und zum Tagesabschluss noch unser Tagebuch führen. Leider müssen wir uns am Donnerstag von Maurus, der nun einen anderen Weg einschlagen wird, verabschieden. Im Gegenzug merkt man immer mehr, wie wichtig uns allen unser Traum des Fallschirmaufklärer ist. Wir zeigen dies in dem wir ehrgeizig, fokussiert, motiviert und durchhaltend an den Tag herangehen. Am Freitag springen manche Springer ihre ersten RWs. Erste Erfahrungen berichten, dass man ein anderes Bewusstsein in der Luft entwickelt, man müsse nun viel präziser sein und all sein Können anwenden, um erfolgreich in Formation zu fallen. Mit dieser neuen Fähigkeit merkt man, dass wir unserem Kursziel sehr nahe sind, was uns mit zusätzlicher Motivation boostet. Obwohl wir sehr Freude am Kurs haben und am liebsten die ganze Zeit weiterspringen würden, freuen wir uns doch, dass wir am Samstagmorgen abtreten und nach dieser fordernden Woche das Wochenende zu Hause verbringen dürfen.
Am Sonntagabend rückten wir erholt von der ersten Woche und mit neuer Energie wieder in die Unterkunft Don Bosco ein. Neben ein paar Sprüngen gab es bereits am Morgen den berüchtigten Parafit-Test. Als Gruppe meisterten wir ihn alle erfolgreich und konnten somit voller Stolz den Abend abrunden. Anschliessend wurden wir vergleichsweise früh entlassen, um uns ordentlich auf die Theorieprüfung vorzubereiten. Obwohl es ein erfolgreicher Tag war, mussten wir uns von einem Kameraden aus gesundheitlichen Gründen verabschieden, was für alle von uns ein Motivationsdämpfer war. Am Dienstag hatten wir noch einen sprungreichen Tag. Danach tobte sich der Kursleiter an unseren Schirmen aus und wir durften diese als Packprüfung entwirren. Am Abend wurden wir erneut früh entlassen, um ein letztes Mal für die Theorieprüfung lernen zu können. Das viele Lernen lohnte sich, denn bereits am Mittwochmorgen konnten alle Kursteilnehmer die Theorieprüfung erfolgreich meistern. Anschliessend zeigten wir unsere sportliche Leistung. Denn der 2. Sporttest stand vor der Tür. Alle von uns konnten mit verbesserter Leistung punkten. Auch das Gespräch mit dem Inspektor verlief für alle mehr oder weniger positiv. Beim Mittagessen waren wir alle sehr erschöpft. Doch konnten wir uns durch ein hervorragendes Essen wieder erholen. Nach dem Essen ging es gleich weiter mit der Planung eines «Injumps». Dabei lernten wir, wie viele Vorbereitungen getroffen werden müssen, um eine Aussenlandung sicher durchzuführen können. Mit anschliessender Besichtigung der Landezone sind wir bestens vorbereitet für unseren ersten «Injump». Nach kurzen Wartungsarbeiten am Rollfeld machten wir uns auf den Weg zu unserem Schwimm-Test. Auch bei diesem Test zeigten wir unser Können von bester Seite und schlossen den Test erfolgreich ab. Müde aber fröhlich machten wir uns auf den Weg zum Flugplatz mit anschliessender Vorbereitung unseres Fallschirmes für den nächsten Tag. Am Donnerstag sprangen wir die letzten 5 Sprünge des Kurses, ausserdem war an diesem Nachmittag der Tag der Angehörigen, bei welchem uns Eltern und Freunde besuchten und sogar etwas zu Essen daliessen. Der krönende Abschluss des Tages und des Kurses stellte der letzte Sprung dar, denn es war der geplante Injump bei welchem wir mit dem Schirm auf einem Hügel landeten und anschliessend grillierten. Alle kamen unversehrt am Boden an und schlussendlich erreichten die verbleibenden fünf alle das Kursziel, nämlich die zivile Sprunglizenz. Anschliessend an folgten die letzten Liegestützen des Kurses und danach konnten wir alle sorgenfrei beim grillieren dem Sonnenuntergang zusehen.
Da wir sehr schnell im Kursprogramm vorankamen und zu diesem Zeitpunkt alle obligatorischen Aufgaben erfüllt hatten, deutete alles auf ein Abtreten am Freitagabend hin. Am Freitagmorgen konnten wir bis um sieben ausschlafen und anschliessend mussten wir nur noch ein paar kleinere Aufgaben erledigen, wie beispielsweise unsere Sprungbücher zu vervollständigen, unser Material aufzuräumen und noch das Abschlussgespräch mit dem Kursleiter, bei welchem er uns ein Feedback zum Kurs gibt. Alles in allem waren es zwei sehr schöne aber anstrengende Wochen, in welchen wir insgesamt 28 mal aus dem Flugzeug sprangen, viel Sport machten und oft auch ein wenig müde waren.
17/06/2021
SPHAIR Parakurs F-201
Am 03.04.2021 sind wir alle um 12:30 Uhr im ParaCentro in Riazzino eingetrudelt. Die einen kamen etwas früher an und genossen bereits die Tessiner Sonne. Als dann auch die letzten mit dem grossen Gepäck, vielen Taschen und den Velos den Weg gefunden hatten, gab es eine kurze Vorstellungsrunde. Von uns acht waren 4 im ersten Kurs in Triengen, zwei in Beromünster und zwei waren hier in Locarno. Nachdem man sich halbwegs die Namen und Gesichter merken konnte, stellten sich dann auch die Kursleiter und Mitarbeiter des ParaCentros vor.
Unsere Kursleiter sind vier sehr erfahrene Springer, die uns mit ihrem grossen Wissen und Erfahrungsschatz viel beibringen konnten.
Philipp ist der Hauptkursleiter. Er arbeitet neben dem Jumpmaster noch im Windkanal in Winterthur. Dabei hat er sich viel Können im Freefly angeeignet und nimmt sogar an der Schweizer Meisterschaft im Freefly teil.
Phil ist der zweite Leiter. Er hat viele Jahre als Hauptkursleiter unterrichtet und unterstützt nun Philipp in seiner Position als Hauptkursleiter. Mit seinen über 3000 Sprünge konnte er uns sehr viel zeigen und mit einem Witz am Rande die Stimmung heben. Dennis ist der Rigger im ParaCentro. Er ist neben Notschirmfalter, Rigger, Kameramann und Jumpmaster auch Basejumper, Wingsuitmaster und angehender Tandemmaster.
Tim ist der vierte Leiter, er ist 17er und hat letztes Jahr die RS als Fallschirmaufklärer gemacht. Nun ist er Offizier der
Schweizer Armee und hilft uns, den Militäralltag in den Sphairkurs einzubauen.
Gabba unterstützt das Leiterteam ebenfalls. Er ist hauptberuflich Pilot bei der Swiss und nebenbei noch Jumpmaster im ParaCentro und zeigt uns auf eine lehrreiche und humorvolle Weise, wie unser Sprung nicht in einer Waschmaschine endet.
Unsere Fallschirmkenntnisse durften wir im ParaCentro trainieren. Es ist ein Sprungplatz, direkt neben dem etwas abgelegen Kantonsflughafen von Locarno. Klingt erst etwas grösser als es dann tatsächlich ist, jedoch sind da auch diverse Helikopter, die Rega und sogar der Stützpunkt der Fallschirmaufklärerkompanie
17 stationiert. Gestartet und gelandet wird in der schönen Magadinoebene in Ost-Westachse. Die Alpen ragen im Norden und im Süden aus dem Tal heraus und im Westen finden wir dann auch den wunderschönen Lago Maggiore. Unsere Unterkunft findet sich dann etwas zentraler in Riazzino selbst. Das Bamboo-Motel liegt an der Hauptstrasse an der Dorfgrenze und ist ca 10 Velo-Minuten vom Sprungplatz entfernt. Das Essen hat uns sehr geschmekt, jedoch musste man sich die grossen Lasagne-Portionen etwas einteilen, sodass es im Steigflug auf 4000 m.ü.G.
dann nicht zu einem Unfall kam. Nebst dem feinen Buffet und den kuscheligen Betten, konnten wir uns nach dem Springen bei einem Volleyball, Pingpong oder Füsse baden etwas entspannen und
unsere Gedanken fürs Tagebuch sortieren. Darin halten wir unsere Gedanken, Erlebnisse und Ziele für den nächsten Tag fest.
Auch wird darin der Tagesablauf geführt, der meistens etwa so aussah: Um 06:15 Uhr ist Tagwach. Nach dem Aufstehen, haben wir uns direkt in unseren Sportklamotten für eine Morgensportrunde auf den Weg gemacht. Von Joggen, Treppenlaufen über Workout und Sonnengruss haben wir unser Programm täglich angepasst, je nach Muskelkater vom Vortag. Nach einer kalten Dusche haben wir uns auf das Frühstücksbuffet gefreut. Eingedeckt mit Kaffe, Gipfeli,
Brot und Müesli genossen wir eine gemütliche Runde. Mit dem Velo ging es dann in ca. 10 min Fahrzeit zum Sprungplatz. Um 08:30 Uhr haben wir uns dann am Hänger aufgehangen, also um das Notschirmprozedere zu trainieren. Danach ging die Sache richtig los. Zwischen den Sprüngen musste gefaltet, Sprungbuch nachgetragen und D-Briefings durchgeführt werden. Bei mässigem Wetter wichen wir auf Theorielektionen aus. Pünktlich um 12:30 Uhr haben wir uns dann zum Mittagessen im Bamboohouse auf eine heisse Lasagne, Spaghetti oder Kartoffeln mit Fleisch gefreut. Nach der Stärkung verlief der Nachmittag in der Regel ähnlich wie der Morgen. Zwischendurch wurde unser Gedächnis mit etwas Sporttest, Steinchen holen und PFT aufgefrischt. Einmal konnten wir auch eine private Sprungausrüstung von Philipp und eine Militärausrüstung von Tim anschauen. Sie haben uns viel erklärt und gezeigt und unser Wissensdurst wurde gestillt. Als wir uns dann nach einem anstrengenden Sprungtag auf dem Velo in Richtung Bamboohouse machten, waren die Beine dann doch
etwas schwerer als noch am Morgen. Trotzdem konnten wir uns manchmal noch für ein Volleyball oder Pingpongturnier motivieren, aber auch ein gemütlicher Liegestuhl am Pool genügte. Umsomehr
freuten wir uns dann auf das Abendessen. Nach dem Salat und einer üppigen Hauptspeise gab es manchmal sogar noch ein Dessert. Unsere Gedanken mussten wir danach aber nocheinmal sortieren, denn das Tagebuch schreibt sich leider nicht von selbst, noch nicht. Weil alle meistens etwas zu viel Höhenluft geschnuppert haben, gingen wir so gegen 22:00 Uhr in Richtung weiches Kissen.
Es war eine unglaublich schöne, aber auch lehrreiche und anstrengende Zeit, die wir im Tessin im ParaCentro verbringen durften. Viele neue Freundschaften sind entstanden und Pläne für die Zukunft wurden auch bereits geschmiedet. Ein grosses Dankeschön geht an Leiter und Mitarbeiter vom ParaCentro,
wir haben die Zeit sehr genossen und konnten unglaublich viel lernen in diesen „nur“ zwei Wochen. Der Sprungplatz ist wunderschön gelegen und wir werden ihn gerne wieder aufsuchen, um unsere Freifall- „Künste“ weiter zu trainieren. Und wer weiss, vielleicht hangen wir im Januar dann mit unseren Militärschirmen und 60kg Gepäck über dem ParaCentro und geniessen die paar ruhigen Minuten in der Luft und die Aussicht auf die Magadinoebene und den Laggo Maggiore..
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