UOKG e.V.

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Jetzt unsere Petition unterschreiben: www.change.org/gegenzwangsarbeit Die UOKG wurde 1992 gegründet. Zu den Mitgliedsverbänden der UOKG zählen u.a. aus Leipzig.

06/07/2026

Wir laden Sie herzlich zur Einweihung der Gedenktafel für Hartmut Tautz ein. Unter dem Leitgedanken „Er träumte von Freiheit und verlor sein Leben“ wird die Gedenktafel an das Schicksal von Hartmut Tautz erinnern und ein Zeichen des Gedenkens an die Opfer der deutschen Teilung und des Strebens nach Freiheit setzen.

📅 Mittwoch, 22. Juli 2026 | 10 Uhr
🗺️ Österreichisch-slowakische Grenze (Kittsee/Petržalka), Preßburger Str. Ecke Kittsee-Neuriss-Grenzweg, 2421 Kittsee, AT
🗺️ Maps [48°06'10.4"N 17°05'01.3"E]
ℹ️ Anmeldungen gern unter [email protected]

Grußworte und Ansprachen werden halten:
• Johannes Hornek (Bürgermeister Kittsee)
• Evelyn Zupke (Bundesbeauftragte für SED-Opfer)
• Dr. Christine Schoenmakers (Bundesstiftung Aufarbeitung)
• Dieter Dombrowski (Vorsitzender UOKG e. V.)
• Wolfgang Bachkönig (Projektinitiator)

Hintergrund:
Weil ihm das Musikstudium verwehrt wurde, sah der 18-jährige Hartmut Tautz in der DDR keine Zukunft. Am 8. August 1986 versuchte er, bei Bratislava-Petržalka den Eisernen Vorhang zu überwinden. Nachdem er Alarm auslöste, wurde er nur 22 Meter vor dem Stacheldraht im Maisfeld von abgerichteten Diensthunden der Grenzwache angefallen. Anstatt Erste Hilfe zu leisten, verweigerten die Soldaten jede Versorgung, um den Schwerverletzten stattdessen zu befragen. Die Rettung kam zu spät: Tautz erlag am 9. August 1986 um 01:15 Uhr im Militärkrankenhaus Bratislava seinen Wunden.

Für viele DDR-Bürger, denen die innerdeutsche Grenze zu gefährlich erschien, war das Burgenland das rettende Tor zur Freiheit. Wer beim Versuch scheiterte, über die ČSSR oder Ungarn dorthin zu gelangen, landete oft in Stasi-Haft. Hartmut Tautz' Schicksal steht stellvertretend für alle, die auf dem Weg in die Freiheit ihr Leben ließen.

Die Tafel soll Mahnmal für ein friedliches Europa sein, das nie wieder durch einen Eisernen Vorhang geteilt werden darf. Die Errichtung wurde durch die Bundesstiftung Aufarbeitung, die Erbengemeinschaft Heimpel, Bürgermeister Johannes Hornek sowie die Initiatoren A. Heise und W. Bachkönig ermöglicht. Insbesondere danken wir an dieser Stelle den großzügigen Spenderinnen und Spendern, die dem Aufruf der UOKG gefolgt sind!

Wir freuen uns auf Sie!

30/06/2026

Seit Jahren wird in Schwerin hitzig über die umstrittene Lenin-Statue auf dem Großen Dreesch debattiert. Opferverbände, Historiker und Bürger wehren sich vehement dagegen, einen Diktator staatlich zu ehren. Noch 2025 gab es ein offizielles Anhörungsverfahren, in dem sich die Stadtvertretung klar gegen den Denkmalschutz aussprach.

Jetzt kommt durch Recherchen und einen Briefwechsel eine bürokratische Posse ans Licht, die man sich kaum ausdenken kann: Das Verfahren war eine reine Farce, denn die Statue steht bereits seit 2017 unter Denkmalschutz.

Das Landesamt für Denkmalpflege hatte den „Denkmalwert“ vor neun Jahren intern festgestellt. Dass das nie der Stadt mitgeteilt oder in eine Liste eingetragen wurde? Laut Ministerium rechtlich völlig egal.

Auch wenn das Ganze wie ein Schildbürgerstreich klingt, ist es für uns als UOKG und unsere Mitgliedsverbände bitterer Ernst. Lenin war kein Befreier, sondern der Architekt des Roten Terrors. Allein in Schwerin verhängten sowjetische Militärtribunale Anfang der 1950er Jahre über 100 Todesurteile – unter anderem gegen den Studenten Arno Esch. Einem Massenmörder ein Denkmal zu widmen, verhöhnt die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft.

Das Land schiebt die Verantwortung für den Umgang nun an die Stadt ab. Wenn die Statue aus formaljuristischen Gründen nicht abgerissen werden darf, fordern wir kreative und weitreichende Lösungen:

🌿Die Natur übernehmen lassen: Die Statue gezielt entfremden und von rankenden Pflanzen überwuchern lassen – als Symbol für das historische Scheitern des Totalitarismus

🏛️Umzug an einen Ort des Unrechts: Im Innenhof des ehemaligen KGB-Gefängnisses am Demmlerplatz würde aus dem Helden- ein echtes Mahnmal.

Wir fordern: Gedenken nicht dem Täter, sondern Erinnerung an die Opfer!
👉 Die ganze Geschichte und ihre Hintergründe in unseren News auf [www.uokg.de]!

Foto: gemini, Sebastian Sachse

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