Listenplatz 10
Für DIE LINKE.Thüringen kandidiere ich auf Platz 10 der Landesliste zur Bundestagswahl.
Die Kürzungsorgie der Bundesregierung im Sozialbereich nimmt einfach kein Ende und wird auch von der SPD kaum noch ausgebremst. Dabei wird allen gleich viel genommen – den Geringverdienern genauso wie den Besserverdienern. Inzwischen hat sich dafür bereits der Begriff „Rasenmähermethode“ durchgesetzt. Das ist so ähnlich wie das „Gießkannenprinzip“, nur umgekehrt.
Gemäht wird vor allem bei Grundsicherung und Rente, beim Kindergeld und was der Staat sonst noch so an sozialen Verpflichtungen hat. Verschont bleiben dagegen die Reichen und Konzerne, die sogar entlastet werden. Zum Beispiel bei den Energiekosten. Komisch, da scheint der Rasenmäher auf einmal kaputt zu sein. So können auch die Abgeordnetendiäten wachsen wie Unkraut. Nachdem die Diäten schon letztes um über 600 € gestiegen sind und im Jahr davor um 635,50 €, steigen sie dieses Jahr schon wieder um rund 500 €. Das macht ein Plus von über 1.700 € in nur drei Jahren. Welche Monatslöhne sind denn im selben Zeitraum vergleichbar gestiegen?
Es ist eine schiere Unverschämtheit, vom Sparen zu reden und zu behaupten „wir“ müssten „den Gürtel enger schnallen“, während man sich zeitgleich die eigenen Taschen noch voller stopft. Wenn Merz und Co. von „wir“ reden, schließen sie sich dabei offenkundig nicht mit ein. Nur Die Linke lehnt die automatische Diätenerhöhung schon immer konsequent ab. Fast alle unserer Abgeordneten deckeln ihre Diäten und spenden die Erhöhung. Und falls jetzt wieder irgendwelche rechten Trolle ankommen und nach Belegen verlangen, weil sie es nicht glauben wollen: Die Linke Thüringen legt ihre Spenden an Vereine und Projekte offen. Alles transparent nachzulesen unter:
https://www.die-linke-thl.de/politik/alternative-54/
27/04/2026
Am 12. April 2026 endete in Ungarn die Ära Orbán. In den 16 Jahren unter seiner Führung hat er das Land komplett nach seinen Bedürfnissen umgebaut. Er hat die Justiz, die Verwaltung, die Medien – einfach alles – unter seine autokratische Kontrolle gebracht. Obwohl er die EU in allen Fragen blockierte, nahm er EU-Fördergelder nur allzu gern an und leitete sie in dunkle Kanäle, um sich selbst, seine Familie und Freunde zu bereichern. Wie ein Adeliger lebte auf einem fürstlichen Anwesen – finanziert aus Steuergeldern.
Doch wie das so ist, wenn Korruption allzu offensichtlich wird, haben die Menschen irgendwann die Schnauze voll davon. Obwohl es faktisch keine freien Medien mehr in Ungarn gibt, schaffte es Orbáns Herausforderer Péter Magyar, bei der Wahl mit 53,18% die absolute Mehrheit zu erzielen. Da halfen auch keine KI-gefälschten Kampagnen aus Russland oder ausländische Wahlkampfhelfer wie Alice Weidel, Girogia Meloni, Marine Le Pen, Javier Milei, Benjamin Netanjahu oder Shady Vance. Letzterer prangerte ironischerweise ausländische Einmischung in die ungarische Parlamentswahl an, womit er allerdings ganz unironisch nicht sich selbst meinte.
Und wer hat sich auf Seiten Magyars in die Wahl eingemischt? Der musste selbst über die Städte und Dörfer tingeln, direkt mit den Menschen reden, weil er nur ein festgelegtes Minimum an Medienpräsenz hatte. Diese antidemokratischen Zustände könnten nun bald ein Ende haben, denn seine TISZA-Partei kann nicht nur allein regieren, sondern hat auch die nötige Zweidrittelmehrheit, um die Verfassung zu ändern. Von daher ist die Erleichterung der Menschen in Ungarn nachvollziehbar, denn die Wahl beweist, dass auch eine Autokratie auf demokratischem Wege gebrochen werden kann.
Die Frage ist nur, ob Magyar die Zweidrittelmehrheit wirklich nutzen wird, um die Demokratie in vollem Umfang wiederherzustellen. Wenn er erreichen möchte, dass wieder EU-Gelder Richtung Budapest fließen, muss er die Korruption eindämmen und gegen EU-Regeln verstoßende Gesetze wie das Verbot queerer Inhalte zurücknehmen. Mehr als ein Minimum an Zugeständnissen ist jedoch nicht zu erwarten, denn Magyar ist selbst ein Rechtskonservativer, der sogar ursprünglich aus Viktor Orbáns Fidesz-Partei stammt und Teil des Oligarchensystems war. Seine Ex-Frau war zudem Justizministerin und musste zurücktreten, weil sie eine Strafaussetzung gegenüber dem ehemaligen stellvertretenden Direktor eines Kinderheims in Bicske, der Missbrauchsfälle vertuscht hatte, genehmigte. Ob er das alles wirklich hinter sich gelassen hat, wird sich zeigen.
Der Korruption sagte Magyar zwar den Kampf an, doch kündigte er nach seinem Wahlsieg in anderen Bereichen eine härtere Gangart an. Insbesondere gegenüber Flüchtlingen und Migranten. Für diese ist also eine Verschlechterung zu erwarten, was angesichts des bisherigen fremdenfeindlichen Kurses unter Orbán nichts Gutes erahnen lässt. Ob die Abkehr von Russland als positives Zeichen gewertet werden kann, ist ebenfalls fraglich, bedeutet sie doch gleichzeitig die Hinwendung zu einer sich immer weiter militarisierenden EU. Und Magyar ist keiner, der dem Kriegskurs entgegentreten wird.
Das mit Abstand Schlimmste am ungarischen Wahlergebnis ist jedoch die neue Zusammensetzung des Parlaments. Dieses besteht nunmehr ausschließlich aus rechtskonservativen, rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien. Neben der TISZA ist die Fidesz mit 38,61% immer noch zweitstärkste Kraft und als dritte Partei hat es die rechtsradikale MHM mit 5,63% ins Parlament geschafft. Zum Vergleich: In Deutschland käme das einer Zweidrittelmehrheit für die Union, einer abermals verdoppelten AfD und der NPD gleich. Das wäre ein Grund, sofort auszuwandern!
Im ungarischen Parlament gibt es keine einzige progressive Partei mehr. Alle linken Kräfte laufen mit zusammen weniger als 1% unter Sonstige. Ob das eine gute Ausgangslage für positive Veränderungen ist, darf bezweifelt werden! Man kann die Wahlniederlage von Orbán zwar feiern, aber nicht das Wahlergebnis an sich. Und während in Ungarn ein Autokrat abgewählt wurde, plant hier die AfD bereist die Orbánisierung Deutschlands.
Orbans krachende Niederlage schockiert Extremisten weltweit Vladimir Putins Helfer und Freund Victor Orban ist in Ungarn endgültig gescheitert. Sein Gegenspieler, Peter Magyar konnte ni...
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